Die Schlacht am Pilztrollpass
September 20, 2007
Nehmen wir mal an es ist ein wunderschöner Morgen jenseits der Nebelberge, irgendwo inmitten der sich weit über die Gebirgshänge erstreckenden Pilzfelder wandert ein einsamer Orkboss durch die von eifrigen Goblins bewirtschafteten Plantagen. Seine einzige Begleitung ist ein einäugiger stämmiger und mit Narben übersäter Ork, der stets die Hand zur seiner Lanze führt wenn auch nur ein Goblin schräg aufguckt. So auch als eine dieser kleinen Grünlinge sich unversehens mit in die Luft erhobenen Armen und wild kreischend auf Bhorgud zurennt. Chef, Chef! quiekt er aus voller Kehle, da is fiesez Chaos und das kommt näha! Chaos? Endlich mal wieder ein richtiger Kampf! Voller Vorfreude reibt sich der Schwarzorkboss seine Hände. Chef, Chef! Un da sin Elfenz! Elfen? Das wird ja immer besser! Laut lachend erhallt die Stimme des Waaghbosses über die Pilzplantagen. Chef! Chef! Was den noch du Made? … Die Elfen kämpfen gemeinsam mit dem Chaos!
So, das zur kleinen Vorgeschichte und für alle denken ich hätte es diesmal mit zwei Armeen auf einmal aufgenommen, die irren sich. Eher habe ich gegen eine experimentelle Armeeliste gespielt. In diesem Falle sah sich Bhorguds Horde dem Slaaneshkult entgegen, aufmerksame Leser wissen das ich schon einmal ein Testspiel gegen diesen unternommen habe, doch diesmal würde ich definitiv nicht die selben Fehler machen. Zudem war meine Armee dieses mal sehr viel anders in der Zusammenstellung als beim letzten Zusammentreffen. Aber auch mein Gegner sollte einige Überraschungen dabei haben.
Chef! Chef? Wasn das da? Das ist ne Hydra, du Made! Un warum hat die so viele Köppe? Damit se fünf neugierige Gobbos auf einmal fressen kann!
Meine Armee bestand diesmal aus meiner Turnierzusammenstellung vom letzten „Starseeker“ in Stralsund, 19 Schwarzorks mit HQ + meinem Orkboss, 10 Wildschweinreiter, 20 Orkkrieger mit zwei Spaltas, 38 Gobbos mit Kurzbögen mit je einem Nachtgoblinschamanen, 3 Fels-Trollen, 2 Squighoppaz, 2 Speerschleudern und einem Kamikazekatapult für die Monsterjagd.
Mein Gegenspieler stellte auf: 10 Echsenreiter, eine Hydra, 20 Chaoskrieger, 20 Armbrustschützen, 20 Hexenkriegerinnen, 2 Speerschleudern, sowie 20 Speerträger und 10 Plänkler seine Heldenauswahl beschränkte sich auf berittenen Druuchi (Echsenritter-Einheit) und eine Magierin (Armbrustschützen).
Die Aufstellung der Truppen war in diesem Falle recht unkompliziert, während die Schwarzorks darauf pochten unbediengt die Chaosjungs niedermoschen zu dürfen, verlangten die Wildschweinreiter danach den fiesen Elfenz mal zu zeigen das eine wilde Sau allemal besser ist, als so eine übergroße Eidechse. In der Mitte versammelte sich ein großer Mob aus Goblins die grade noch ihren besten Kriegern komisch schimmernde Flüssigkeiten einflössten. Ihnen zur Seite standen drei Felstrolle und ein Orkregiment das darauf brannte Elfenköppe zu sammeln.
Un denkt dran Jungz, die Hydra is für mich!
Der Kampf entbrennt, sofort reisse ich die Initiative an mich und stürme unter lautem Getöse mit all meinen Truppen nach vorne, ein paar der Gobbos scheinen es besonders eilig zu haben und stürmen angefeuert unter ihrem Schamanen voran. Die Wildschweinreiter halten auf einen Hügel zu hinter dem sie schon sehnsüchtig das aufeinandertreffen mit den Elfen erwarten. Unterstützt werden sie hierbei von waghalsigen Gobboreitern die laut johlend, sich auf ihren roten Kugeln mit Zähnen, in die Luft katapultieren und wieder zu Boden fallen.
Trotz all diesen Enthusiasmus müssen die Gobbos mitansehen, wie ihr großer Chef sich selbst den Kopf in einer großen grünen Wolke vom Leib sprengt als er versucht die Kräfte von Mork zu kanalisieren.
Wenn ich noch einma, nen Gobbo vor dem Katapult tanzen sehe dann benutz ich ihn als Geschoss für genau dieses! Aber Chef, die Gobbos schiessen sich doch schon selbst als Munition. Waaat? Sind die den bescheuert oder was? Un wer spuckt mir hier grad aufn Kopp?
In der Schussphase schafft es eine Schleuder die Hydra zwar zu treffen, jedoch bleibt der Pfeil im schweren Schuppenpanzer hängen.
Auf der Elfenseite das selbe Bild, Während die Chaoskrieger Seite an Seite mit der Hydra vorwärtsstürmen beginnen die Echsenreiter auf den selben Hügel zuzustürmen hinter dem schon die Wildschweinreiter lauern. Die Front aus Speerträgern und Armbrustschützen beginnt sich geordnet nach vorne zu bewegen. Zum erstaunen der Gobbos legen diese dann auch noch an und feuern (Reptierarmbrüste stinken). In einem Inferno aus schwarzen Bolzen fallen 4 Goblins durch den Bolzenhagel, und als ob das nicht genug wäre erscheinen hinter der Hügelkuppe schwarz vermummte Gestalten und ziehen ihrerseits kleine aufs Handgelenk montierte Vorrichtungen. Wieder fällt ein Goblin unter den schwarzen Pfeilen der Angreifer.
Die Magiephase der Elfen verläuft relativ harmlos für die Horde anscheinend haben sich die Zauberer etwas übernommen mit ihren Fliflafunkel.
Viel schlimmer wurde es für die Goblins die schon ausgedünnt durch den Beschuss auf einmal in eine gespannte Pfeilschleuder schauten. Der darauf folgende Salvenschuss zerfetze unwiederbringlich 4 weitere Brüder und als weiser Anführer blieb dem Schamanen nur eine Möglichkeit … die Flucht.
Somit verschwanden 2 Fanatics und mein einziger verbiebener Magier aus dem Schlachtgeschehen.
Unter Bhorguds strengem Blick entfernen sich die Goblins aus dem Kampfgeschehen, scheins sind sie auf unheilbarer Flucht. Das Zähneknirschen des Whaagbosses hören sogar die Wildschweinreiter am anderen Ende des Schlachtfelds und beginnen sofort darüber zu streiten ob man ihm nachher einen Echsenkopf oder den Kopf von einem der Elfenreiter zur Aufmunterung mitbringt. Die Trolle hingegen stolpern schwerfällig vor sich hin und die Squighopper beziehen einsam auf dem Hügel ihren Posten.
Mehr Erfolg in der Mitte des Schlachtfelds ein Regiment Gobbos marschiert schnurrstracks nach vorne und entfesselt die Gewalt ihrer pilztrunkenen Brüder in einem Regiment Speerträger, die Fanatics sind los! Bhorgud und seine Mannen erstürmen derweil den Hügel auf der anderen Seite und stehen nun Auge in Auge mit der Hydra und den Chaoskriegern. Unter dem Beschuss durch das Kamikazekatapult fallen weitere Speerträger die so zusammen mit Verlusten durch den Fanatic auf 4 Gefallene kommen. Während eine der Speerschleudern einen Pfeil im Fleisch der Hydra versenkt, schafft es die andere diesmal nicht ihre tödliche Fracht in die Speerträger zu entladen und schiesst über die Köpfe der Langohren entweg.
Der Spielzug des Slaaneshkultes beginnt, die Speerträger stürmen in das Nachtgoblinregiment, die Armbrustschützen beginnen den Nachtgoblins in die Flanke zu fallen, schaffen es aber nicht ganz. Die Echsenreiter versuchen ihr Glück und stürmen auf den Hügel müssen den Angriff jedoch abbrechen. Die Chaoskrieger und die Hydra machen nur einen Schritt vorwärts und erwarten das eintreffen der schwarzen Jungs, die schon mordlustig auf der Hügelkuppe warten. Die Magiephasen konnte dank guter Bannwürfe überstanden werden, jedoch schaffte es ein Zauber des Druuchi seine Einheit unnachgiebig zu machen.
In der Schussphase entlädt eine der Speerschleudern ihre Fracht in meine Schwarzorks und fällt zwei von diesen. Die andere entledigt sich meiner Squighoppaz auf dem Hügel. In der Nahkampfphase schlagen die Speerträger meine Goblins in die Flucht und prallen bei der Verfolgung in mein Orkkriegerregiment, während die Goblins Rettung in der Flucht suchen. Im Kampf Spalta gegen Speer fällen die Elfen zwar einen Ork jedoch fallen auf ihrer Seite zwei Kämpfer. Beide Einheiten bleiben aber motiviert im Kampf.
Dies war nun Bhorguds Stunde voller Zorn treibt er seine Krieger an, diese blutdurstig auf den Kampf stürzen auf die Chaoskrieger zu und müssen dann ihren Angriff einstellen als sie merken das ihnen nur ein verdammter halber Zoll fehlt (WAAAAAAGH!). Auf der anderen Seite stürzen sich die Wildschweinreiter auf die Echsenkrieger … nur um dann zu merken das sie doch eigentlich total die panische Angst vor dem Banner haben was diese bei sich tragen (WAAAAAGH zum 2ten). Es gelingt mir keine der Truppen zusammelnund so stürzen die Goblins weiter auf die Spielfeldkante zu. Die Trolle schwenken um, um sich der Bedrohung durch die Plänkler und Armbrustschützen zu stellen. Die Schussphase verläuft sehr schlecht eine der Speerschleudern holt einen Echsenkrieger vom Reittier das Kamikazekatapult und die andere Speerschleuder verfehlen ihre Ziele. Aufgrund der höheren Initiative attackieren die Speerträger zuerst schaffen es aber nicht auch nur einen Ork zu verwunden, diese hingegen fällen ganze drei von den Elfen. Trotz des gewonnen Nahkampfs profitieren die Elfen von der Nähe ihres Generals wodurch sie ihren Moralwurf schaffen. (Der General war die Magierin im Armbrustschützenregiment (MW:9)).
Im Spielzug des Slaaneshkultes stürmen nun Die Chaoskrieger und die Hydra in die Schwarzorks, die Echsenreiter in meine Wildschweinreiter und die Plänkler und Armbrustschützen bewegen sich nach vorne. Als ein Ork aus dem Regiment das mit den Speerträgern am ringen ist nach links blickt, erkennt er einen wilden Mob langhaariger kreischender Langohrfrauen die mit gezückten Klingen auf sie zurasen. In der Schussphase geben die Armbrustschützen einen Bolzenhagel auf die flüchtenden Goblins ab die nun 11 Zoll(!) weiter fliehen. Eine der Speerschleudern nimmt aus Ermangelung aus Zielen einen meiner Fanatics (die bisher nur sinnlos um die Schleudern kreisen) aufs Korn und fällt diesen. Der andere lebt forterst weiter. In der Nahkampfphase werden meine Wildschweinreiter von den Echsenrittern überrannt und fliehen, die Echsenreiter nehmen die Verfolgung auf hängen sich dicht an die Hufe der Wildschweinreiter. Auf der anderen Tischseite regieren die Schwarzorks den Nahkampf, die Chaoskrieger schaffen es nicht eine Verwundung an den mit Schild gewappneten Orks anzubringen, die Hydra beisst sich schlußendlich an der Rüstung die Zähne aus. Voller Elan schlagen die Jungz geführt von ihrem General zurück, dank Rugluds kläverer Klinge gelingt es ihm der Hydra drei(!) Schadenspunkte zuzufügen, seine Kumpelz nehmen noch weitere drei Chaoskrieger mit in den Wirbel. Während die Hydra schleunigst ihre Beine in die Hand nehmen, stellen sich zumindest die Chaosboyz ihrem Schicksal als Orkfutter.
Nennt mich den Drachköppa, ihr Squigbauern! Aber Chef… dat is ne Hüdra … Egal, Eidechse bleibt Eidechse!
Während Bhorgud, sich im Siegestaumel fühlt verläuft die Schlacht in seinem Rücken ziemlich gegen ihn. Während die Goblins inzwischen vom Tisch sind folgen ihnen nun auch die verbliebenen vier Wildchweinreiter, die sich so tapfer schlagenden Orks mit zwei Spaltas werden letztendlich von einem Inferno aus Speertreffern in die Flucht gedrängt, die Trolle können wieder nicht mehr als dumm ihre Felswand anzustarren. Zumindest schafft es noch eine Speerschleuder einen Echsenritter von der Echse zu holen. Das Kamikazekatapult setzt einen Gobbo hinter die Frontreihe und Speerschleuder zwei dringt nicht durch die Hydrarüstung.
Während also die Armbrustschützen und Plänkler sich meine Trolle vornehmen treiben die Speerträger den Orkmob weiter vor sich her. Die Kavallerie überrennt die Besatzung der Speerschleuder bleibt aber einem mutigen Snotling der Besatzung des Kamikazekatapults hängen, der dieses eisern verteidigt. Die Schwarzorks erringen wieder den Sieg im Nahkampf über die Chaoskrieger die aber immer noch standhalten. Während sich ihnen die Hexenkriegerinnen bedrohlich in der Flanke nähern. Die Speerschleudern versuchen noch ein paar Trolle zu erledigen schaffen es aber nicht zu treffen. Die Hydra inzwischen wieder bei Sinnen, wendet sich wieder den Schwarzorks zu nachdem ein Fanatic haarscharf an ihr vorbeizog.
Im darauf folgendem Zug fliehen dann auch die normalen Orks vom Spielfeldrand. Die Trolle vermasseln wieder ihren Blödheitswurf und rennen weiter gegen die Felsenwand, Bhorgud und seine Jungs jedoch rennen weiter gegen die Hydra an, diese fängt sich noch einen letzten Schuss aus einer Speerschleuder und verbleibt mit einem Lebenspunkt. Das Kamikazekatapult fällt nun auch. Bhorgud holt sich endlich einen Hydratrophäenkopf, als er sich jedoch umdreht bemerkt er das nur noch er ein Fanatic und zwei Trolle geblieben sind. Und der Fanatic kracht Mork sei Dank mal nicht in meine eigenen Truppen.
Der Gegnerische Spielzug erweist sich als großes Truppenverschieben, jedoch muss Slaanesh selbst die Speerschleudern bedient haben unter den zwei Salvenschüssen finden sechs Schwarzorks ihr Ende. Die Trolle halten dem Beschuss der fiesen Armbrustelfen stand. Jedoch muss die letzte verbliebene Speerschleuder unter dem Zustrom von mit Speeren bewaffneten Elfen nachgeben.
Zum Abschluss versucht Bhorgud nur noch zur Spielfeldkante zu gelangen … und die Trolle regenerieren um ihr Leben.
Die Speerschleudern verursachen noch einmal einen Schwarzorkverlust von fünf … jedoch Bhorgud lebt.
Am Ende des Tages sieht man Bhorgud auf einer Bank inmitten seiner Plantagen hocken. Neben ihm sein alter Freund von der Wildschweinreiterstaffel. Sag mal Boss, magst du dat Ding nicht irgendwann mal wegwerfn? Nee, das meine Trophäe du Made, und mit diesen Worten lässt er sich von einem Goblin den ausgehöhlten Hydraschädel erneut mit Pilzwein füllen. Und ham die Trolle schon nach Hause gefundn?
Endergebniss: Massaker, jedoch fürchten die Dunkelelfen Bhorgud nun als den großen Hydraschlächter und die Armbrustschützen mussten irgendwann die Trolljagd aufgeben weil ihnen die Pfeile ausgingen.
Bhorgud is ja ma’n ne’ coole Sau, eigentlich fehlt da links und rechts immernoch ein kleiner Kopp
Übrigens, das Orkgelaber könnteste noch einrücken, dann sticht es noch mehr raus!
Auf jeden Fall cooler Bericht, MEHR davon!!
BTW, hab dich jetzt in meine Blogroll aufgenommen!
Also, ab sofort mehr content!
MEHR, ich will mehr!
Der Bericht ist total cool!