Khal’Gudum I.

Oktober 2, 2007

Donnernd grollen die fernen Kanonen der Zwergenartillerie in den Ohren der verbliebenen Grünhäute. Während sich schon der letzte feige Goblin unter einem Stein oder sonst welcher improvisierter Überdachung versteckt hat, ist es nur noch Bhorgud der mit eisernem Blick über das mit Bomben- und Einschlagkratern übersäte Land blickt. Er selbst hatte das Glück unverletzt aus dieser Hölle zu entkommen, viele seiner ehemaligen Grünhautbrüder nicht. Ihre Körper würden nun in dem Sumpf verrotten und ihre Augenhöhlen den Sumpfmücken als neue Brutstätten einer neuen Generation dienen. So würden sie zumindest nach dem Tod noch den Zwergen eine Geißel sein. Bhorgud erhebt die Faust zum Himmel, mit einem letzten lauten Ruf ehrt er noch einmal die Gefallenen und wendet dem Sumpf den Rücken zu. Er würde wiederkehren so viel stand fest. Doch nun galt es erstmal einen neuen Waaagh zu sammeln.

Die wenigen Sonnenstrahlen die durch den von Wolken verhangenden Himmel brachen konnten das Bild das sich Targulf bot auch nicht aufhellen. Zwischen den unzähligen Leichnamen der Grünhäute lagen seine eigenen Brüder, erschlagen mit brachialen Waffen, meist nicht mehr als gigantische Eisenstücke die notdürftig an einem Stock festgebunden wurden. noch einmal lobte er die Musketenschützen die tapfer den Turm gehalten haben. Aber er vergass auch nicht die Besatzung der Orgelkanone zu ehren indem er ihnen die Kopfgeldbelohnung auszahlte die auf den Kopf des Riesen ausgesetzt hatte, der schon unzählige Tage die Umgebung um die Sümpfe terrorisierte. Mit einer Handbewegung gab er einigen seiner Hammerträgern ein Zeichen, dass sie ihren Brüdern von den Klankriegern unter die Arme greifen sollten. Diese schleppten sich noch grade so mit ihren verbliebenen Kräften über eine der wenigen Wasserfurten, des künstlich ausgehobenen Wassergrabens. Voller Abscheu aber doch einem Ausdruck der Zufriedenheit beobachtete er die Raben die sich genüsslich taten am Leichnam des gefallenen Giganten, an die Orks so wusste er würden sich nichtmal diese Vögel wagen.

 Früher…

Es ist der frühe Abend, des späten Midsommers. Targulf, der Kommandant des Außenpostens Khal’Gudam blickt gedankenverloren in die weiten des Sumpfes die sich vor ihm erstrecken. Vor Tagen hatten sie hier zum Schutze ihrer Binge einen Wachturm erbaut und einen Graben ausgehoben. Ständig waren sie am fluchen über das verdammte Nass und irgendwo fiel immer wieder ein Langbart unter lautem Gelächter in eine der unzähligen Pfützen doch irgendetwas stimmte heute Abend nicht. Die pest mit der sie sich die unzähligen Bautage herumschlagen musste war gänzlich abgeebbt. Der weißhaarige Zwerg schloss die Augen und horchte auf. Kein summen störte das zirpen der Grillen, die Ruhe war zu unheimlich. Dann wie von Blitz getroffen schoss er auf. Wenn die Mücken uns verschonen … dann muss sich eine viel größere Masse von Lebewesen durch den Sumpf bewegen. In für einen Zwerg wie ihm ungewöhnlicher Geschwindigkeit und Gewandtheit rannte Targulf über den zwergenleeren Vorplatz des Postens. Wacht auf Brüder! Wacht auf! Etwas kommt durch den Sumpf! Wacht auf!

Bhorguds Blick mustert die an seinem Hügel vorbeiziehenden Truppen. Die Axt über die Schulter gelegt, zeichnet sich auf seinem vernarbten Gesicht ein breites Grinsen ab, als seine neuste Errungenschaft an ihm vorüberzieht. Es hatte viel Pilzbier gebraucht den neuen Söldner auf ihre Seite zu bringen, doch das waren die unzähligen Fässer und zerquetschten Gobbos wert. Im gleichem Moment auch schon brach wieder eine Streiterei zwischen den Goblins aus. Bhorgud winkte müde mit der Hand und sogleich machte sich einer seiner Schwarzorkleibwächter auf in dem Trupp für Ruhe zu sorgen. Zu lange waren sie schon durch diesen verdammten Sumpf gewandert. Zwischen seinen Kriegern kam es immer wieder zu handfesteren Auseinandersetzungen mit oftmals tödlichem Ausgang. Seine Truppen brauchten endlich wieder einen Kampf – und das am besten sehr bald. Und in diesem Moment fiel Bhorgud das Licht auf. Scheint mir als gib dat heut abe’n was zu knack’n Jungz!

- Der Spielbericht folgt in Teil II. -

WAAGH!

Eine Antwort zu “Khal’Gudum I.”

  1. Aulbath sagte

    Whoo… nette Einleitung, Schade nur das ich den Ausgang der Geschichte schon kenne ;)

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