Wir schaffen …
Dezember 13, 2007
Weihnachten, das ist die Zeit der Besinnlichkeit, wo man alles zurückdreht und am besten jeglichen Stress meidet. Man geht über Weihnachtsmärkte schlendern. Besucht Mittelaltermärkte, fordert dort Wikinger zu einem Kampf auf Leben und Tod heraus und setzt als Siegesprämie seine eigene Freundin (Ja, sagt mal bin ich den bescheuert?). Aber zu Weihnachten macht man nicht nur Dinge die man später wieder bereut, man macht auch so richtig kreatives Zeug. Ich rede nicht vom Warhammerfiguren bemalen – das ist auch kreativ aber nicht entspannend. Ich rede vom Plätzchen backen. Ja, ihr hört richtig, der mächtige Waaaghboss setzt sich zur Weihnachtszeit vor den Herd und sieht zu wie Plätzchen gebacken werden backt Plätzchen. Aber wenn ihr denkt das sind normale Plätzchen habt ihr weit daneben gedacht. Im Haushalt des Waaaghbosses gibt es nichts normales. *dunkle fiese Lache*
Mal im Ernst, Tannenbäume, Sterne und Sternschnuppen, was für langweilige Motive sind das den? Sowas kommt mir und meiner angebeteten Chaosdämonette nicht aufs Backblech. Daher haben wir keine Kosten und Mühen gescheut und unsere eigene kleine Orkstreitmacht aus Plätzchenteig ausgehoben. Das ganze grenzte mehr an ein Teigmassaker in dem (vorallem mir) viel Mehl und Pampe um die Ohren geflogen ist aber nur um die Endprodukte hier noch einmal zu loben, die so toll geschmeckt haben.

Zum Enstehungsprozess bleibt eigentlich nicht viel zu sagen. Eine verrückte Idee und ein darauffolgendes hochsteigern in die Plätzchenmaterie. Er werden Skizzen gemacht, es wird gelacht und am Ende steht man mit entschlossener Miene an der Backform. Voher wirft man sich noch einmal in die Menge und kauft natürlich die nötigen Zutaten ein, ist ja klar, aber wenn man die dann erst hat. Whoopsie-Doo! Angefangen mit Teig ausrollen enstehen die ersten Teilstücke meiner Kinder, Grundform, Kiefer und Hörner werden seperat noch einmal ausgestanzt (wer redet hier eigentlich von stanzen, die wurden in penibler Feinarbeit alle von Hand mit dem Messer ausgetrennt). Und während die ersten Formen noch stark an mutierte Chaosbestien erinnern nehmen Qualität und Geschwindigkeit gegen Ende des Backbleches stark zu und es ist eine Lernkurve erkennbar.
Eine Menge zerschlissener Teig später blicken mir also die (noch nicht grimmig dreinblickenden) Gesichter meiner grünen Armee entgegen. Der Teig wird nun dunkel gefärbt, dazu gibt man Kakaopulver in einen Krug und noch die Teigreste und dann pampt man das durch! YAR, TEIGPAMPE MATSCHEN! WHEEEE! Das war glaub ich das erste was ich wirklich konnte und wo ich mal nicht im Weg herumstand keine total wichtigen Arbeitsprozesse aus der Ferne überwachen musste. So, nachdem nun dunkler und Heller Teig auf dem blech zusammen kamen, fehlte nur noch eines: Verzierungen. Also wurde mit Teigfarben, Nüssen und sonstigem Zeug auf die wehrlosen Orkbabies losgegangen und sie bekamen Charakter. Bewaffnet mit einem Krug Zuckerguss machte ich mich also an die Arbeit. Früh schon wurden nebenbei bestimmte Orkplätzchenköpfe gewissen Leuten zugeordnet und so entstanden am Ende einige wundertolle Charakterorkplätzchenköpfe.
Natürlich wurden diese sofort einem Test unterzogen und wenn mich recht entsinne wurden alle noch am Ende des Tages aufgerieben. Also, schnappt euch Mutti, Omi oder Freundin und backt selber eine Orkarmee! Und vergesst nicht mir auf jeden Fall Fotos zu schicken!
Das war Lebensmittelfarbe…und du solltest erwähnen wer die ehrenvolle Aufgabe übernahm den (restlichen) Teig zu essen…